Aktuelles

Allgemeine Nachrichten
(Stand: November 2011)

Martin Rütter hilft NEU

"Martin Rütter hilft": große Spendenaktion des bekannten Hundetrainers für 7 Tierschutzorganisationen bei VOX:
Wir möchten uns sehr herzlich bei Martin Rütter für seine Initiative bedanken. Das war wirklich großartig. Aber auch die vielen Spender haben unseren Dank verdient - also von Herzen und im Namen all unserer kroatischen Vierbeiner sehr sehr herzlichen Dank. Im Januar werden wir das Ergebnis wissen und zusammen mit unseren Mitgliedern entscheiden, wie das Geld sinnvoll eingesetzt wird.


Problemgebiete des Tierschutzes NEU

Aktuelle Berichte zur Lage des Tierschutzes in Kroatien finden Sie ab sofort im Bereich Tierschutzberichte.


Reisebericht 2/2011 (November) NEU

Den letzten Reisebericht vom November 2011 sowie eine Bildergalerie von "Dubrovnik Shelter" finden Sie im Bereich Reiseberichte.


Volker Fritzemeier ausgezeichnet NEU

Im Rahmen der Präsentation des Landes Brandenburg in Zagreb/ Kroatien wurde der Vorsitzende unseres Vereins, Volker Fritzemeier, für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in Kroatien mit der Auszeichnung „Ehrenamtler des Monats Oktober“ durch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck geehrt. Den ausführlichen Bericht inkl. Fotos finden Sie hier


Auszeichungen NEU

Wegen besonders engagiertem Einsatz im Tierschutz hat der Förderverein Tierschutzprojekt Kroatien erstmals Tierschützer in Kroatien als Anerkennung ihrer Arbeit durch Verleihung einer Auszeichnung geehrt. Den Bericht über die Verleihungen und die Preisträger finden Sie hier.


Vereinigung Victus

Liebe Tierfreunde, in unserer Arbeit für einen vorbildlichen Tierschutz in Kroatien brauchen wir Unterstützung. Nachfolgend finden Sie einen Brief des Tierschutzvereins "Victus", der in Slavonski Brod tätig ist. Der Verein kann jedwede Unterstützung gebrauchen - materiell, finanziell, moralisch, organisatorisch, Patenschaft. Wenn Sie eine Möglichkeit sehen, hilfreich tätig zu werden, sind wir Ihnen sehr dankbar. Bitte wenden Sie sich dann direkt an den Verein und beteiligen uns mit einer Kopie. Danke für Hilfe und Verständnis! Den Brief finden Sie hier.


Tierschutzlandkarte

Sie können Ihre Fahrt in den Urlaub nach Kroatien auch mit Hilfe unsere Tierschutzlandkarte planen. Die Karte eignet sich sehr gut als Tourenplaner und zeigt Tierschützern an, wo sie interessante Kontakte schließen und evtl. auch Spenden bei kroatischen Tierschützern lassen können.


Willi braucht Ihre Hilfe

Details finden Sie unter Hundevermittlung.


Private Tierasyle müssen nicht geschlossen werden

Gerücht:  Ab 2011 werden in Kroatien „private“ Asyle durch die zuständigen „Veterinary inspection departments“ geschlossen.

Fakt ist, dass ein einziger Verein wegen mangelhaftem Nachweis über die aufgenommenen Hunde (records) und schlechten Haltungsbedingungen Auflagen bekommen hat, den gesetzlichen Bestimmungen Folge zu leisten. Sie dürfen keine Hunde mehr aufnehmen, sie müssen die Haltungsbedingungen ändern – und - ganz wichtig – Hunde werden nach 60 Tagen NICHT getötet. Der betroffene Verein wurde aufgefordert, für die Hunde eine Familie zu finden (rehoming) und darüber genau Buch zu führen.

Es ist nicht geplant, wahllos Asyle zu schließen.

Wir vermuten, dass dieses Gerücht durch den betroffenen Verein in Umlauf gebracht wurde.

Tierschutz und Tierschutzprojekt Kroatien

Ältere Beiträge zur Entwicklung des Tierschutzes in Kroatien sowie andere Veröffentlichungen zum Thema Tierschutz und dem Verein finden Sie im Archiv.


Tiervermittlung

Hunde aus Kroatien finden Sie unter Hundevermittlung sowie unter  www.tiervermittlung.de und www.abc-tierschutz.de


Aktuelles aus Kroatien
Tierschutz-Kurznachrichten (Stand: Januar 2012)

Neuer TierSCHUTZverein in Zagreb konstituiert (Januar 2012)

In Zagreb hat sich ein neuer Verein gegründet, der sich landesweit für die Koordinierung und Weiterentwicklung der TierSCHUTZarbeit aller TierSCHUTZvereine einsetzen will. Durch Tierärzte und Biologen ist im Vorstand Fachkompetenz vorhanden. Unter dem Namen "Animal Welfare and Protection Association" (AWPA) wird er im Vereinsregister von Zagreb eingetragen werden. Wir begrüßen das sehr, weil ein zentraler Ansprechpartner für TierSCHUTZarbeit in Kroatien bisher nicht vorhanden ist. Unter www.awpa.eu ist er im Netz zu finden. Allerdings befindet sich die Seite noch im Aufbau - nur in kroatischer Sprache - deutscher und englischer Text sind in Vorbereitung.


Opatija verweigert zugesagte Zahlungen (November 2011)

Eine Stadt, die sehr gut vom Tourismus lebt, verweigert die zugesagte und im Gesetz festgeschriebene Zahlung von Zuschüssen an den örtlichen Tierschutzverein mit der Begründung der Etat gebe das nicht mehr her. Das ist bei dem Touristenstrom, der sich jährlich über diese Stadt ergießt, sehr unglaubwürdig. Der Verein dämmt seit Jahren mit viel ehrenamtlichen Engagement und auch ausländischer Hilfe besonders die Überpopulation von Katzen ein, betreibt ein "Katzenhaus", betreut inzwischen auch Hunde. Ohne die zugesagten Zuschüsse steht der Verein vor dem AUS!! All das sind Aufgaben, die in die Verantwortung der öffentlichen Hand fallen. Verantwortliche Stellen wie Bürgermeister und Landrat werden von uns angeschrieben und aufgefordert, ihrer Verantwortung entsprechend nachzukommen.


Rijeka - "Novi List" Redakteur verbietet Abdruck eines Interviews (Oktober 2011)

Ein junger Journalist der Zeitung "Novi List", der auch ein Herz für Tiere hat, führte im vergangenen Oktober mit Volker Fritzemeier ein längeres Interview zum Thema Tierschutzsituation in Kroatien. Es war ein sehr offenes Gespräch, das die ganze Bandbreite der Tierschutzarbeit in Kroatien aus Sicht unseres Vereins beschrieben hat. Wir hatten die Zusage, dass das Interview spätestens am darauffolgenden Wochenende gedruckt werde. Daraus wurde leider nichts. Offenbar hat der verantwortliche Redakteur nicht nur den Druck sondern auch jeglichen Kontakt zu uns untersagt, denn der Artikel erschien nicht und der Journalist hat weder auf Anrufe noch auf SMS reagiert. Ein Beispiel von eingeschränkter Pressefreiheit und "Vetternwirtschaft". In dem Interview wurden u.a. das Fehlen der Ausführungsbestimmungen zum Tierschutzgesetz und die Willkühr der veterinär Inspektoren angeprangert unter Nennung der verantwortlichen Dienststellen.


Tierquälerei in Urlaubsregion

Hier die dramatische Geschichte eines Urlauberpaares, das glaubte, in Kroatien einen schönen Urlaub zu verleben – dieser Urlaub endete mit Abbruch und der Flucht aus diesem Land.
Den SMS-Verkehr und die Bilder finden Sie hier.


Tierasyl in Benkovac geschlossen

Das Tierasyl in Benkovac, vor dem wir im Juni 2008 wegen grauenvoller Verhältnisse dort demonstriert haben und dadurch sehr positive Veränderungen erreichen konnten, wurde geschlossen. Es ist auch deshalb so traurig, weil dort gerade die Organisation des Asyls durch einen Deutschen, der in der Nähe sein Domizil aufgeschlagen hatte, sehr tatkräftig unterstützt wurde. Es lief alles recht gut, die Versorgung und Betreuung der Hunde war gut geregelt und auch die Vermittlung in ein neues zuhause. Die Gemeinde konnte sich mit dem Besitzer des Geländes, auf dem das Asyl steht, nicht einigen. Nun hat sie einen Vertrag bis Jahresende mit der Firma "Aseko" in Sibenik geschlossen. "Aseko" ist eine Firma, die in größerem Stil Schädlinge bekämpft und vor etwa 2 Jahren ein Hundehotel mit etwa 40 Plätzen gebaut hat. Ein Hundehotel ist aber kein Tierheim und die Kapazität ist viel zu gering. Trotzdem wurde es vom Landwirtschaftministerium als Tierheim anerkannt. Einsprüche unsererseits fruchteten nicht. So besteht die große Gefahr, dass Hunde nach der 60 Tage Frist getötet werden. Wir versuchen jetzt mit aller Kraft in Benkovac und Umgebung die Gründung eines Tierschutzvereins zu unterstützen, der sich dann aktiv um die Errichtung eines Tierheimes kümmern soll. Wer diese Aktion unterstützen will, nehme bitte Kontakt mit uns auf. Zwischenzeitlich bleiben wir in Kontakt mit dem Verein "Dalmatiner" in Sibenik, um zu helfen, das Schlimmste zu vermeiden.


Vandalismus im Tierasyl Benkovac

Im Tierasyl von Benkovac haben Vandalen in der Nacht zum 18. April wüste Zerstörungen angerichtet. Es wurden Zäune zerschnitten, Hundehütten zertrümmert und andere Gegenstände stark beschädigt. 3 Hunde sind durch Bisswunden eines anderen Hundes zu Tode gekommen. Andere Hunde konnten durch den zerstörten Zaun aus dem Asyl in das umliegende Gelände gelangen. Die Hunde sind sehr verstört. Die Mitarbeiter vor Ort sind geschockt und standen weinend vor der zerstörten Anlage. Der Schaden wird auf einen vierstelligen Eurobetrag geschätzt. Wer macht so etwas? Es wird einige Zeit dauern, bis alles wieder so hergerichtet ist, wie es vorher war. Spenden dafür sind willkommen.


Verlassene Kasernenanlagen

Wie überall in Europa wurden nach der Zeit des "Kalten Krieges" die Streitkräfte reduziert und Kasernen frei gezogen. So auch in Kroatien. Eine Nachnutzung ist oft nicht geplant. Bei meinen Besuchen von Tierschutzvereinen bin ich oft an verlassenen Kasernen vorbeigefahren. Das brachte mich auf die Idee, ob dort nicht ein Teil für den Tierschutz genutzt werden kann. Tierschutzvereine und auch Gemeinden suchen oft nach Land, auf dem sie ein Tierheim bauen können. Nun werden wir im April während meines nächsten Besuchs in Kroatien ein Treffen mit dem verantwortlichen Referatsleiter im Verteidigungsministerium haben, der sich sehr offen diesem Thema gegenüber gezeigt hat. Sollten wir Erfolg haben, wäre das ein Meilenstein in der Infrastruktur für den kroatischen Tierschutz.


Kampf gegen Willkür von Inspektoren

Inspektoren üben im Auftrag des Landwirtschaftministeriums in ihrem Verantwortungsbereich die Aufsicht über veterinär-gesundheitliche Bereiche –ähnlich wie in Deutschland die Amtstierärzte. Dafür gibt es im Land 6 Veterinärämter mit 71 Außenstellen. Da es zum Tierschutzgesetz keine Ausführungs-bestimmungen gibt, legen die Inspektoren es nach ihrem belieben aus. Das ist für Betroffene – hier Tierschutzvereine und Tierheime -  oftmals Willkür. Zu gleichen Problemen werden an unterschiedlichen Orten sehr unterschiedliche Entscheidungen getroffen.  Dieser Eindruck hat sich auch bei mir festgesetzt. Deshalb gehen wir jetzt mit gezielten Anzeigen dagegen vor. Ich schildere dem Dachverband meine Eindrücke vor Ort, die dieser in eine Anzeige formuliert. Gleichzeitig schreibe ich eine Beschwerde and das Landwirtschaftministerium.


LIDL hilft mit Futter

Lidl Kroatien stellt Hundefutter, das nicht mehr in den Handel gelangen kann ( Bruch oder Erreichen des Verfalldatums) Tierschutzvereinen zur Verfügung.  Diese Vereinbarung konnten wir nach sehr kooperativen Gesprächen mit Vertretern der Zentrale in Zagreb erreichen. Die Verteilung wird durch uns geregelt.


Kastrationsaktion Katzen

In Kroatien hat die Rolligkeit von Katzen bereits eingesetzt. Deshalb war es höchste Zeit, eine schon einmal angedachte Kastrationsaktion noch Mitte Februar durchzuziehen. Also bin ich mit einem befreundeten Tierarzt  ausgerüstet mit Material zur Kastration von etwa 80 Katzen an einem Wochenende an den Ort der Notwendigkeit gefahren. Wir sind sehr gut aufgenommen und versorgt worden. Samstag Anfahrt – 2 Tage kastrieren – Dienstag wieder zurück ( 2700km) Es hat sich gelohnt – wir konnten etwa 500 Katzenkinder vor dem Elend bewahren, denn so viele wären mit Sicherheit im April zur Welt gekommen. Und schön war es auch zu sehen, wie wir dadurch die örtlichen Tierschützer wieder motivieren konnten. Es ist ungeheuer wichtig diesen zu vermitteln, dass sie nicht alleine sind.

Cakovec Tierheim von "Prijatelji" anerkannt

Das Tierheim – und diese Bezeichnung ist dort gerechtfertigt – von „Prijatelji“ hat seit kurzem die offizielle Anerkennung als Tierheim des Kreises Medimurska (Medimurska Zupanja). Die Anerkennung wurde vom Landwirtschaftministerium verfügt. Mit diesem Verein verbindet uns eine jahrelange Freundschaft – mit ihm begann unser flächendeckendes Engagement in Kroatien. Die viele, viele Arbeit hat sich nun ausgezahlt.  Im Gegensatz zu Deutschland sind die Kommunen per Tierschutzgesetz verpflichtet, Tierheime in ihrem Verantwortungsbereich zu unterstützen.  Dabei hat die Anerkennung als Tierheim eine Lenkungsfunktion und ist die Grundlage finanzielle Unterstützung einzufordern. Viele Gemeinden versuchen sich aus dieser Verantwortung heraus zu stehlen mit der Begründung es sei kein Geld da. Dieses Argument sticht bei einem anerkannten TH nicht. Es sind dort regelmäßig zwischen 250 und 300 Hunde untergebracht.  Knapp 300 Hunde konnten 2010 vermittelt werden – dabei ist der Nachweis für jeden vermittelten Hund erbracht worden – ein Kriterium für die Anerkennung. 50% fanden ein zuhause in Kroatien. Siehe auch „10 Jahre Prijatelji“  Ganz besonders wichtig ist die Erwähnung in diesem Beitrag, dass dort niemals Hunde nach 60 Tagen Aufenthalt getötet wurden. Das Tierschutzgesetz  von 2007 sieht das als Option vor. Vor 2007 (neues Tierschutzgesetz) war das schon nach 14 Tagen möglich. Da viele mit der temporären „Aufbewahrung“ von Hunden über Verträge mit den Kommunen Geld verdienen können, kommt es natürlich immer wieder zu Euthanasierungen. Wir kämpfen wo immer dagegen an. Auch das ist wichtig in diesem Zusammenhang zu wissen – „Prijatelji“ hat nie Geld mit den Tieren verdient, war immer auf Hilfe und Unterstützung angewiesen und hat es trotzdem geschafft. Wir sind sehr stolz auf diese ungeheure Leistung dieses Vereins – 3 Namen möchte ich stellvertretend für alle Helfer nennen: Lilli Drvar, die Vorsitzende des Vereins – Branko  ihr Ehemann, der sich für den Verein nahezu aufopfert und Aleksandra Hampamer der geschäftliche Kopf des Vereins – sie zusammen mit vielen Helfern haben hunderten von Hunden und Katzen ein neues zuhause gegeben.  Danke allen an dieser Stelle!

Den Originaltext finden Sie hier, eine deutsche Übersetzung hier.


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